Montag, 7. Dezember: Ein traumhaftes Rennwochenende in Beaver Creek liegt hinter mir. Nach drei wirklich aufregenden Wochen in Übersee geht es endlich nach Hause. Gerade noch den Flieger in Denver erreicht. Freue mich schon auf meine Familie und Vroni.

Dienstag, 8. Dezember: Mit roher Gewalt kämpfe ich gegen den Jetlag. 9 Stunden Zeitunterschied ziehen nicht spurlos an einem vorbei. Aber mein Körper muss funktionieren, nützt nichts. Auch, wenn ich keinerlei Hunger habe, zwinge ich mich, etwas zu essen. Einfach, weil Mittag ist. Ich muss wieder in den normalen Rhythmus kommen. Nachmittags bin ich dann todmüde, jetzt nur nicht dem Verlangen nach Schlaf nachgeben, sonst bin ich schon mitten drin, in der Jetlag – Falle und kann die nächsten Rennen vergessen. Abends habe ich die Müdigkeit übertaucht, kann nicht mehr einschlafen. Ich muss aber, ich muss. Morgen geht`s schon nach Val d`Isere.

Mittwoch, 9. Dezember:
Der Flieger wartet wieder auf uns. Dieses Mal wartet er wirklich, denn es ist ein ÖSV – Privatjet, der uns von Innsbruck nach Genf bringt. Der pure Luxus. 4,5 Stunden Anreise anstatt der üblichen 10 Stunden. Müde bin ich aber trotzdem.

Donnerstag, 10. Dezember:
Endlich wieder auf Ski. Training und Hangbefahrung in Val d`Isere. Frischluft ist gut gegen die Müdigkeit, die uns allen noch in den Knochen sitzt. Der Hang scheint heuer schwieriger als noch bei der WM, dafür aber nicht so eisig.

Freitag, 11. Dezember:
Ein ausgiebiges Frühstück läutet einen langen Tag der Superkombination ein. Mit dem 6. Platz im Super G geht mir ein wirklich guter Lauf auf, auch der Slalom war außergewöhnlich gut. Habe mit den Spezialisten mithalten können. Unterm Strich ein dritter Platz. Podium. Zum dritten Mal in meiner Karriere und ein wirklich tolles Gefühl. Der Tag ist aber noch lange nicht vorbei. Ich führe unzählige Interviews, danach geht`s zur Siegerehrung in den Nobelort Val d´Isere. Mittendrin im Jetset – Leben, aufregend. Zurück in die Realität holt mich dann wieder ein Telefon – Plausch mit Vroni. Sie ist die Beste. Jetzt aber schnell ins Bett.

Samstag, 12. Dezember:
Ich auf den Titelseiten der großen Österreichischen Printmedien. Diese SMS habe ich gerade von daheim bekommen. Cool! Der Super G heute war wegen der extremen Sichtverhältnisse im wahrsten Sinne des Wortes ein Blindflug. Das Allerwichtigste an so einem Tag, dass man heil ins Ziel kommt.

Sonntag, 13. Dezember:
Riesentorlauf – meine Paradedisziplin. Mit meinem starken, ersten Durchgang war ich richtig zufrieden und mit dem 3. Platz im zweiten Durchgang sowieso. Ich hatte einfach nicht mehr die Power um noch einen drauf zu legen. Ich wollte zwar, aber ich war schon leer. Der sechste Platz ist ok, eines meiner erfolgreichsten Wochenenden.

Dienstag, 15. Dezember:
Es geht weiter. Anreise nach Gröden. Der ganz normale Wahnsinn und die Waschmaschine wartet auf ihren nächsten Einsatz.