Hallo aus Beaver Creek, wo die „Birds of Prey“-Piste in den beiden Trainings schon gezeigt hat, warum die Abfahrt hier zu einer der schwersten im Weltcup zählt. Der Podestplatz von Lake Louise ist schon wieder Geschichte und so gilt meine volle Konzentration den anstehenden Rennen hier in Beaver Creek. Bei den beiden Testläufen am Dienstag und Mittwoch hatte ich zwar noch kleinere Probleme, der Zeitrückstand und dir Platzierung waren aber in Ordnung, so dass ich recht zuversichtlich in die Abfahrt am Freitag gehe. Die Erwartungen sind jetzt natürlich gestiegen, ich werde aber dennoch versuchen, nicht anders an die Rennen heran zu gehen, als vorher.
Auf mich wartet in den kommenden Tagen ein echtes Mammut-Programm – und das bei nicht gerade einfachen Bedingungen. So hatte das Training am Mittwoch etwa wegen Schlechtwetters für längere Zeit unterbrochen werden müssen. Schneefall, schlechte Sicht und vereiste Brillen machten es uns nicht gerade einfach. Ich muss versuchen, mit den Kräften gut hauszuhalten, denn eine Woche bei Temperaturen bis zu Minus 30 Grad in Lake Louise und jetzt drei Trainingsläufe auf über 3.000 Meter bei widrigsten Wetterbedingungen in Beaver Creek gehen ganz schön an die Substanz. Außerdem habe ich auch noch ein paar zusätzliche Riesentorlauf-Einheiten in die Vorbereitung eingebaut.
Denn nach der Abfahrt am Freitag und dem Super-G am Samstag steht am Sonntag der erste Riesentorlauf der Saison am Programm. Ich freue mich schon auf die Bewerbe und hoffe auch dieses Wochenende wieder gute Leistungen bringen zu können, vor allem im Riesentorlauf.
