Nach den tollen Erfolgen in den letzten Rennen ging ich heute mit einem guten Gefühl in den äußerst schwierigen Riesentorlauf von Val d'Isere. Die Strecke hatte ich ja aus dem vergangenen Jahr in guter Erinnerung, schließlich habe ich ausgerechnet hier mit dem 3. Platz in der Superkombi mein bestes Ergebnis der abgelaufenen Saison geschafft. Aber schon nach dem Einfahren war mir klar, dass es heute nicht leicht werden würde.

Der extrem anstrengende Kurs forderte allen Fahrern konditionell und technisch alles ab. Nach gutem Beginn mit einigen kleineren Fehlern im oberen Teil der Strecke bekam ich die Tücken des extrem schweren Kurses eiskalt zu spüren. Zwei brutale Steher kosten mich viel Zeit. Völlig ausgepumpt kam ich schließlich mit 3,18 Sekunden Rückstand im Ziel an. Am Ende reicht es im 1. Durchgang noch für Platz 22.

Im zweiten Lauf bot sich uns ein ähnliches Bild. Dem Kurssetzer bleiben in Val d’Isere kaum Möglichkeiten – der steile Hang erzwingt sehr enge Torabstände, nur der obere Teil ist nun etwas schneller gesetzt. Dafür fehlt im 2. Durchgang die Sonneneinstrahlung, die Sicht wird von Läufer zu Läufer schlechter. Auch im zweiten Durchngan lief es heute bei mir nicht wirklich nach Wunsch. Die Fehler hielten sich zwar in Grenzen, doch die letzte Konsequenz fehlte einfach.

Im Gesamtklassement bedeutet das schlussendlich Rang 22 – nicht gerade das Ergebnis, das ich mir erhofft hatte. Man muss schauen, dass man den Ski immer gehen lässt. Mir ist das heute nicht gelungen. Dazu noch zwei schwere Schnitzer im 1. Durchgang – alles zusammen ist das dann natürlich zu wenig.

Doch bereits kommende Woche wartet eine neue Chance. Dann steht nämlich in Gröden neben der Abfahrt auch ein Super-G am Programm.