Viele haben vielleicht schon dran geglaubt und auch für mich war mein erster Speederfolg heute zum Greifen nahe. Als es im Ziel grün aufgeleuchtet hat, habe ich gehofft, dass es endlich für mich passen müsste, auch wenn es wieder knapp hergehen würde. Aber ich habe mich zu früh gefreut. Jan Hudec war heute mein persönlicher Partyschreck – taucht plötzlich auf und wird unten immer schneller und schneller, um dann mit fünf Zehntel Vorsprung abzuschwingen. Wo ich den Kanadier heute schlagen hätte können, weiß ich nicht. Ich habe ehrlich gehofft, dass es heute so weit ist und sich der Schalter umlegt. Ein Tiroler Abfahrtssieg nach fast achtjähriger Durststrecke wäre schon ein Hammer gewesen. Aber ich werde weiter auf meinen ersten Speederfolg warten, die Form stimmt, die Abfahrt in Sotchi soll viele Gleitpassagen haben, die mir liegen. Morgen steht hier in Chamonix noch die Superkombination am Programm. Ich bin zwar schon lange keinen Slalom mehr gefahren, aber ich werde versuchen, mich mit einigen Trainingstoren heute Nachmittag noch ein wenig darauf einzustellen. Mit einer guten Abfahrt und einem soliden Slalomdurchgang könnte ein Stockerl drinnen sein. Vielen Dank, dass ihr mir heute alle die Daumen gedrückt und mit gefiebert habt, war sicherlich eine nervenaufreibende Sache, nicht nur für mich, sondern auch für euch!
