
Nach dem Rennwochenende in Südtirol meldet sich Romed mit Rang 16 in der Abfahrt von Gröden auch in den Speeddisziplinen wieder lautstark zurück: „Ich habe das Gefühl, dass ich mich enorm steigern konnte. Der Grundspeed ist zurück. Das Gerät marschiert wieder“, freut sich der 22jährige Hochfilzener. Während Romed bei den Überseerennen in Lake Louise und Beaver Creek noch über schlechte Teilzeiten klagte, stimmen ihn diese auf der tückischen Saslong wieder zuversichtlich: „Ich habe mich endlich wieder sicher gefühlt und getraut, mich klein zu machen. Ich bin wieder selbstsicher.“
Hinter den Kulissen verläuft ein Renntag für Romed und seine Kollegen aber nicht weniger spannend, als die Abfahrt selbst. Auch, wenn die ÖSV – Speedasse es am Morgen vor dem Rennen eher gemütlich angehen: „In Gröden, wo wir erst um die Mittagszeit starten, begann unser Tag um acht Uhr früh mit einem ausgiebigen Frühstück“, erzählt der 22jährige: „Im Hotel Wolkenstein, wo wir in Gröden untergebracht sind, wird uns ein super Frühstück serviert. Darauf haben wir uns schon in Amerika gefreut. Für mich gab`s am Tag der Abfahrt ein Volkornbrot mit Schinken und Käse, ein Marmeladenbrot und eine Nutellasemmel.“ Die Speedasse langen beim Frühstück ordentlich zu: „Kaffee trinke ich keinen, dafür gab`s noch etwas Obst.“
Nach dem Frühstück folgt die Hangbesichtigung für die anstehende Abfahrt, die Zeit dazwischen nützt Romed für eine schnelle Riesentorlaufeinheit und fährt anschließend eine Runde Super G, um sich wieder an die langen Ski zu gewöhnen. Mit Startnummer 23 geht Romed schließlich ins Rennen: „Mein Gefühl während der Abfahrt war sehr gut, es war oben zwar sehr langsam und ich haben den Schnee, der auf der Ideallinie lag, gespürt. Das bremst dann etwas und man muss zusehen, dass man so wenig Zeit wie möglich verliert.“ Im Ziel schwang Romed als 12.ab und wusste zunächst nicht, was diese Zeit wert sein würde: „Ich habe mit Marco Büchel gesprochen, der sprachlos war, weil er nicht wusste wo er so viel Zeit verloren hatte.“
Mit dem 16. Platz, als drittbester Österreicher und bester Tiroler ist der Pillerseetaler zufrieden: „Ich weiß, dass der Speed wieder da ist und bin eigentlich sehr zufrieden, das Selbstvertrauen ist wieder da. Den schnellen Schwung habe ich noch.“
Wer denkt, dass der aufregende Tag für die Skiasse damit ein Ende findet, der irrt: „Nach der Abfahrt ging`s sofort mit dem Hubschrauber nach Alta Badio und dort sofort zur Hangbesichtigung für den Riesentorlauf.
Dieser verlief für Romed im ersten Durchgang dem 15. Platz vielversprechend: „Auch im zweiten Durchgang bin ich gut gefahren, zumindest bis zum Bock kurz vor dem Ziel. Da habe ich eine mögliche Top Ten Platzierung verschenkt. Im Ziel war ich natürlich stinksauer, aber schlussendlich war ich natürlich froh, noch einige Punkte gerettet zu haben.
Den Heiligen Abend verbringt Romed jetzt zu Hause. Es gibt die traditionelle Würstlsuppe und die ganze Familie ist zusammen: „Das schönste an Weihnachten ist, dass man für seine Lieben Zeit hat!“
Zeit ist ein bescheidenes Gut bei einem Profisportler, denn das nächste Rennen steht schon wieder auf dem Programm: Am 25. Dezember reisen die Alpinen nach Bormio, wo am 28. Dezember die Abfahrt auf dem Programm steht.
